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Vom
Vater und Grossvater der jetzigen Eigentümer 1927 gegründet, vereinigt
die portugiesische Grupo Têxtil Riopele heute eine Reihe unabhängiger
Textilunternehmen unter einem gemeinsamen Dach. Mit einer Produktion
von 70.000 m² Gewebe pro Tag – 80% garn-, 20% stückgefärbt
– zählt Riopele zu den innovativsten und wichtigsten europäischen Privatunternehmen
der Textilindustrie, die den modischen Bekleidungssektor beliefern.
Bei der Grupo Têxtil Riopele wird nichts
dem Zufall überlassen. Zu den Unternehmen, welche die Gruppe ausmachen,
gehört das Hauptwerk in Famalicão mit Spinnerei, Weberei und
Ausrüstung, das komplett von der unternehmenseigenen Energieversorgung
gespeist wird. Ausserdem zählen auch die Färberei Olicor und die beiden
Spinnereien Olifil und Filatex zur Gruppe. Die hier jährlich zu Garnen im
Feinheitsbereich von Ne 20 - 80 verarbeiteten 10.000 Tonnen Rohmaterial
gehen nur teilweise in die eigenen Webereien und werden mehrheitlich an
internationale Webereien und Wirkereien verkauft.
Stark
genug für Asien
Der Absatz erfolgt zu 80% in Europa und den USA. Das Interesse auch in
Asien Fuss zu fassen ist da, jedoch abhängig – wie der für Technik
zuständige Geschäftsführer Dr. Gonçalves de Oliveira anmerkt – vom
freien Marktzugang. Er setzt sich für offene Handelsgrenzen ein, die
jedoch für beide Seiten gleiche Chancen bieten müssen. "Meiner
Meinung nach sind wir als europäische Textilhersteller durchaus
konkurrenzfähig mit Asien," ist seine Überzeugung. Er doppelt nach:
"Gerade die europäische Innovationskraft zusammen mit unseren
Zulieferern aus dem Textilmaschinenbereich sichert uns immer wieder einen
entscheidenden Vorteil, um mit neuen Geweben Marktanteile zu
gewinnen."

DORNIER-Greifer- und Luftwebmaschinen-Anlage
der Firma Grupo Têxtil Riopele
Personal als wichtigstes Gut
Die Nähe zum Markt wird nicht nur von den Zulieferern erwartet und
geschätzt, sondern auch selbst gelebt. Riopele zeichnet sich durch hohe
Flexibilität und einen durchwegs spürbaren, engagierten Unternehmergeist
aus. "Wir dürfen nicht vergessen, dass der Kunde unser wirklicher
Chef ist," führt Dr. Oliveira weiter aus. Diese Einstellung muss
nicht nur in der Unternehmensführung vorhanden sein, sondern auf alle
Mitarbeitenden übertragen werden. Damit wird das Personal zum wichtigsten
Faktor im Unternehmen, um Flexibilität und Leistungsbereitschaft bei der
Umsetzung einer konsequenten, flexiblen Marktorientierung zu erreichen.
Für Riopele bedeutet dies einerseits permanentes Training und
andererseits Abkehr von alten Arbeitsstrukturen. Bei den Mitarbeitenden
der Weberei wird Wert auf Allrounderkenntnisse gelegt und in Teams
gearbeitet. Für Dr. Oliveira ein Schlüssel des Erfolgs.
Diese Allrounder-Teams bekommen klar strukturierte Aufgaben übertragen
und agieren weitgehend selbständig. Von Vorteil für diese Teamlösung
ist natürlich auch, dass Riopele in einem Webraum sowohl DORNIER-Greifer-
wie Luftwebmaschinen einsetzen kann, die als Systemfamilie über
identische Benutzeroberflächen und viele gleiche Bauteile und Zubehöre
verfügen.
Grössere Effizienz,
mehr Leistung
Dass sich die permanente Schulung und die Bildung solcher Allrounder-Teams
bewähren, zeigt neben der Zufriedenheit dieser Mitarbeiter die
überdurchschnittlich hohe Verfügbarkeit der Maschinen. Es werden hier
trotz Fertigung hochmodischer Gewebe für Hemden, Hosen und
Damenoberbekleidung Anlagenutzeffekte von durchschnittlich 95 %erreicht.
Zum Einsatz kommen Wolle und Angora im Garnnummernbereich von Ne 30/2 bis
Ne 17/1, Baumwolle, Baumwoll-Polyestermischungen und reine Viscose in
Garnnummern von Ne 20/1 bis Ne 80/1 sowie Effektgarne und Lycra einfach
und gezwirnt als Mischung in Ne 24/2, 40/2 und 58/2. Pro Saison werden über
1.000 Designs angeboten, wovon der Anteil der elastanhaltigen Gewebe nicht
mehr wegzudenken ist. Diese Artikel werden bis zu acht Schäften auf
Luftmaschinen gewebt, über acht Schäften bedient man sich der
Greiferwebmaschinen. Um bei dieser Vielseitigkeit und Kettlängen zwischen
400 und 2.000 Metern solche Anlagenutzeffekte zu erzielen, konzentriert man
sich bei Riopele auf die Einhaltung eines niedrigen
Gesamtfadenbruchniveaus von 0,5 pro Stunde und Artikel- sowie
Kettwechselzeiten von max. 30 Minuten. Zusätzlich wird vorbeugende Wartung
betrieben und in den Betriebsferien die Jahreswartung durchgeführt. Die
niedrige Fadenbruchrate in Verbindung mit einer perfekten Gewebekante
durch den DORNIER-Scheibendreher EcoLeno® und der gute Teamgeist der
Mitarbeiter wirken sich ausserdem positiv auf die Qualität der Produkte
aus. Der Anteil zweiter Wahl nach der Endinspektion liegt bei erfreulichen
0,5%. Für das Unternehmen Riopele, welches bei einem Umsatz von 100 Mio.
Euro im Jahre 2000 in den letzten 4 Jahren rund 70 Mio. Euro in neue
Technologien investierte, nach ISO 9002 zertifiziert ist und sich derzeit
für das Umweltmanagementsystem ISO 14001 bewirbt, ist Qualität ein
durchgängiges Merkmal im ganzen Unternehmen. Auf Qualität und Konstanz
basiert auch die gute Teamarbeit zwischen Textilproduzent und
Maschinenhersteller. Funktioniert diese Partnerschaft, hat sie Zukunft.

Gewebekollektion der Firma Grupo Têxtil Riopele |
Insider
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Einmal jährlich
Datum dieser Ausgabe:
Dezember 2001 /Januar 2002
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Gedruckt in Deutschland |
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