
Webgardine mit besonderen Effekten
Die Gardinenweber von heute müssen bei ihrer Angebotspalette nicht mehr
nur das Fenster als zu gestaltendes Element sehen sondern mehr und mehr den
gesamten Raum in die Gestaltung miteinbeziehen. Das verlangt nicht nur
Vielseitigkeit im Einsatz unterschiedlicher Garne vornehmlich im Schuss,
sondern auch in der Nennbreite. Gardinen werden in verschiedensten Breiten
angeboten, wobei der Trend zur Raumhöhe hier nicht so eindeutig vorherrscht,
wie bei der Dekoware. Diese gehört heute jedoch auch ins Sortiment vieler
Gardinenweber, wodurch sich eine Standardbreite der Webmaschine von 290 und
330 cm ergibt.
Um für diese
Vielfältigkeit von Gardinen und Dekostoffen in der Produktion optimal
gewappnet zu sein, setzen unsere Kunden im deutschsprachigen Raum die
Greifer- und Luftwebmaschinen der DORNIER-Systemfamilie ein.
Zu nennen sind hier u.a. in alphabetischer Reihenfolge die Firmen:
ADO-Gardinenwerke GmbH & Co.KG, Aschendorf, Deutschland,
Création Baumann Weberei und Färberei AG, Langenthal, Schweiz,
Cordima AG-International, Greven, Deutschland,
GARDISETTE GmbH, Eystrup, Deutschland,
Joh. Hohmann GmbH & Co.KG, Helmbrechts, Deutschland,
Keller AG, Wald, Schweiz und
Unland GmbH & Co.KG, Saterland, Deutschland.
Sie haben gemeinsam mehr als 700 DORNIER-Maschinen im Einsatz.
Betrachten wir die
Einsatzbereiche der beiden DORNIER-Webmaschinentypen, so ergibt sich
grob folgendes Bild:
Die Voile-Gardine in Leinwandbindung, die in der Regel als Basic eine
ausreichend grosse Metragenlänge vorweist, wird wirtschaftlich sinnvoll
auf schnelllaufenden Luftwebmaschinen hergestellt. Bedingt durch die
höhere Tourenzahl und dem damit zusammenhängenden schnelleren Durchsatz
können auch Kurztermine besser eingehalten werden. Webtechnische Vorteile
der Maschine sind die bewegte Tandemdüse, die eine bessere Luftverteilung
bei der Garnbeschleunigung ermöglicht. Weiterhin entsteht durch die
Gestaltung der Blattexzenter in den beiden Getrieben ein grosses
Schusseintragsfenster, welches genügend Zeit zum schonenden Eintrag einer
grossen Palette der für die Gardine erforderlichen Schussgarne zulässt.
Damit sind je nach Metrage auch Gardinen mit bestimmten Effektgarnen im
Schuss auf DORNIER-Luftwebmaschinen sinnvoll zu verweben.
Die auf Marquisette basierende Drehergardine ist nicht vom Markt
wegzudenken. Sie hat den geringsten Produktionsausstoss bei höchsten
Verkaufspreisen, bietet für das Auge die bessere Optik, den schöneren Fall
und interessantere Effekte. Da der Grosshändler für unterschiedliche
Marktsegmente verschiedene Qualitäten benötigt, muss er neben der
Raschelware auch die Drehergardine anbieten. Für die Optik dieser Gardinen
werden verschiedenste Effektgarne im Schuss eingesetzt und die
Drehertechnik lässt nur Tourenzahlen bis 200 Upm zu. Damit ist die
DORNIER-Greiferwebmaschine das optimale Produktionsmittel. Die Gefahr des
Aufschiebens der Struktur von Effekt-, Umwinde- und Raupenzwirnen oder das
Dehnen und Brechen der Kernfäden wird durch die positiv gesteuerte
Fadenaufnahme und -übergabe des Schussfadens durch die Greiferköpfe
vermieden. Das konkurrenzlos niedrige Fadenspannungsniveau trägt ebenso
dazu bei Fehler zu vermeiden. Da in der Branche viel mit kurzen Metragen
gearbeitet wird, kommt dem schnellen Anlauf nach Artikelwechsel gerade bei
der Vielzahl der unterschiedlichen Schussgarne eine besondere Bedeutung
zu. Zeitaufwändige Neueinstellungen und Nachjustagen für das neue
Schussgarn sind nicht nötig und beschleunigen somit den Wiederanlauf
entscheidend.
Bei feinen Gardinengeweben mit z.T. auch Scherlitechnik kommt der
feinfühligen, exakten Kettspannungsregulierung und der zuverlässigen
Einrichtung zur Anlaufstellenvermeidung, Typ ASP, eine besondere Bedeutung
zu. Dies gilt in gleichem Masse für DORNIER-Greifer- als auch
Luftwebmaschinen.