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Die Geschichte von
Jim Thompson und seiner „Thai Silk Company" liest sich wie
ein modernes, asiatisches Erfolgsmärchen. Fakt ist, dass der
Amerikaner Jim Thompson als Angehöriger der US-Army vor fast 60
Jahren zum ersten Mal mit thailändischer Seide in Berührung kam
und schliesslich von Thailand aus die Welt mit seinen
Seidenstoffen eroberte. Inzwischen ist Jim Thompson längst zum
Synonym für thailändische Seide geworden. Die von ihm
gegründete Firma „The Thai Silk Company" präsentiert
diese längst nicht mehr nur im traditionellen Stil, sondern als
Stoff, aus dem moderne Einrichtungs- und nicht zuletzt Modeträume
sind.
Die Kunst des Seidenwebens - eine ehrwürdige Tradition - reicht
in Thailand zurück bis zur prähistorischen Kultur der Ban Chian,
700 bis 500 vor Christus. Das Weben war bereits früh etabliert
und verbreitete sich rasch in die wichtigsten Regionen Thailands,
wobei jeweils Signaturvariationen in Design, Farbe und Zweck
geschaffen wurden. Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten
Jahrhunderts bekamen die thailändischen Textilien starke
Konkurrenz durch Billigimporte. Das Wissen und die Kunst des
Seidenwebens ging zwar nicht verloren, wurde aber stark
verdrängt.
Dem Amerikaner Jim Thompson ist es massgeblich zu verdanken, dass
die thailändische Seide nicht unterging. Thai-Seide ist legendär
durch ihren unverkennbaren Glanz und Schimmer. Im Unterschied zu
den chinesischen Seidenraupen, aus deren weissen Kokons ein
weiches, feines Garn entsteht, zeichnen sich die thailändischen
Kokons der „Bombyx mori" Seidenraupe durch ihren goldgelben
Farbton aus. Typisch für Thai-Seide sind auch die von Jim
Thompson besonders geschätzten Unebenheiten, welche den
Seidenstoffen ihren eigenen Look geben.
Thai Silk wird vor allem wegen ihrer faszinierenden Schönheit,
Farbigkeit, Qualität und Vielseitigkeit bewundert und hat so in
den letzten 50 Jahren ein eindrückliches Revival geschafft.
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Trendige Damen- und Herrenkollektion, entwickelt für Jim Thompson
durch den thailändischen
Modedesigner Nagara
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Das Unternehmen „The Thai Silk Company Ltd."
Jim Thompson hat es
verstanden, nicht nur die traditionelle Herstellung von Thai-Seide
zu retten und wieder zu beleben, sondern ihr auch neue Impulse zu
vermitteln. Durch seine innovative Kraft hat Thai-Seide den
Weltruf erlangt, den sie noch immer besitzt. Mit dem Markennamen
„Jim Thompson" haben die heutigen Inhaber, bestehend aus
der Familie Thompson, thailändischen Geschäftsleuten und einer
japanischen Warenhauskette, neue Anwendungsbereiche mittels
aktueller, modischer Designs erschlossen. Unter ihrem Einfluss hat
sich die thailändische Seide zu einem modernen Stoff gewandelt,
aus dem bei der „Thai Silk Company" eine Modekollektion
für Damen und Herren, Krawatten, Schals, Möbel- und Dekostoffe,
Kissen, Handtaschen und weitere Accessoires hergestellt werden.
Heute sind über 2.800
Mitarbeitende für das Unternehmen tätig, welches sowohl über
Weberei, Ausrüstung, Druckerei und Konfektionsbetriebe verfügt.
Selbst beim Rohmaterial ist man Selbstversorger. So bestehen
Kontrakte für eine eigene Züchtung von Seidenraupen mit 1.500
thailändischen Farmern, die exklusiv für die Firma arbeiten.
Damit zeigt Jim
Thompson, dass trotz der fortschrittlichen Unternehmensstrategie
ein starkes Engagement für das ländliche Leben des
thailändischen Volkes besteht. Gleiches gilt für die über 1.000
angestellten Weberinnen und Weber, die auf traditionellen
Handwebstühlen im Werk Korat noch der alten Tradition des
Seidenwebens nachgehen können.
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Tradition und Fortschritt im Werk Korat durch die Kombination von
alter Handwebstuhlfertigung mit modernster Webmaschinentechnologie
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Handwebstühle und DORNIER‘s
schützenlose Webtechnologie
Um den grossen Bedarf
an thailändischer Seide in höchster Qualität decken zu können
und trotzdem die traditionell bekannten Thai-Seiden anzubieten,
kombiniert „The Thai Silk Company" erfolgreich die
Handwebtechnik mit modernster, schützenloser Webtechnologie aus
dem Hause DORNIER.
Auf 54 Greifer- und 2
Luftwebmaschinen in Jacquard- und Schaftausführung wird das
gesamte Spektrum der Jim Thompson Kollektion gewoben. Der
Garneinsatz im Schuss erstreckt sich von 18 den reiner Seide bis
Nm 5/1 Chenille. Die positiv gesteuerte Mittenübergabe der
DORNIER-Greiferwebmaschine ermöglicht zudem einen 4-fach
Schusseintrag der 18 den feinen Seidengarne. Dies spart Kosten in
der Vorbereitung, erhöht die Produktionsleistung und bereichert
das Spektrum der Musterungsvarianten.
Das
Artikelprogramm
Ein engagiertes Team
stellt sicher, dass der Traum von Jim Thompson auch in Zukunft
weiter verfolgt wird. Bereits frühzeitig schuf man mit dem von
Tokio bis London bekannten Innenarchitekten Ou Baholyodhin eine
erste Modelinie für Wohnaccessoires, entsprechend den
internationalen Markttrends. Darauf folgte die Erschliessung des
Marktes mit Objekt- und Wohnausstattungskollektionen. Weltweit
renommierte Hotels, wie z.B. „The Oriental" in Bangkok,
haben ihre textile Zimmerausstattung von Jim Thompson bezogen.
Aber auch in der Mode geht man neue Wege. War das Unternehmen in
der Vergangenheit vornehmlich für seine elegante
Krawattenkollektion bekannt, wurde vor vier Jahren mit dem
renommierten thailändischen Modedesigner Nagara eine neue Damen-
und Herrenmodelinie entwickelt. Sie kombiniert dekorative Stoffe
mit trendigen Schnitten. Die neueste Kollektion 2002 zeigt ein
Feuerwerk an Farben und Formen und lehnt sich bei den Schnitten an
moderne wie auch an traditionelle Stilrichtungen an. Nagara ist
damit eine freche und trotzdem sehr edle Linie gelungen.
Eine weitere Stärke des Unternehmens ist seine Vertriebsstruktur.
Obwohl nur 30 % der gesamten Produktpalette direkt exportiert
werden, macht man in den eigenen 28 thailändischen und 10 Oversea
Shops indirekt bedeutend mehr Umsatz mit 27 Ländern in Asien, USA
und Europa. Trotz weltweiter Rezession erwartet das Unternehmen
bei einem Umsatz im Jahre 2002 von 45 Mio. US$ auch für die
nächsten Jahre eine jährliche Steigerung von rund 10 %. Denn,
laut Eric Booth, Marketing Manager von „The Thai Silk
Company", bleibt eine starke Nachfrage nach Qualitätsware,
wie sie das Unternehmen anbietet, bestehen.
Der
Seidenstoff der Zukunft
Auch in Zukunft will
Jim Thompson die thailändische Seide in weitere, verschiedenste
Richtungen entwickeln. Also nicht nur modische und trendige Stoffe
sollen hergestellt werden und ihre Abnehmer finden, sondern auch
luxuriöse, hochwertige Stoffe. Dass diese im täglichen Gebrauch
auch noch perfekt anwendbar sind - beispielsweise als
Sofabezugsstoffe - und so verschiedenste Lebensbereiche mit dem
exotischen Charme thailändischer Seide veredeln, ist ein
herausragendes Merkmal dieser Traumstoffe.
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