DORNIER Greifer-Webmaschinen für die feinsten Wollgewebe der Welt
F.lli CERRUTI:
QUALITÄT, DIE IM WEBSAAL ENTSTEHT

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Die Wollspinnerei und Weberei F.Ili Cerruti hat in den letzten Jahren erhebliche Investitionen zur Verbesserung der Produktionstechniken getätigt. Das Ziel: Erhöhung von Produktionsvolumen und Qualität durch eine Optimierung der technischen Ausstattung. Tradition und Technik finden sich erneut im Websaal wieder, wo die Webmaschinen der Firma DORNIER arbeiten.

Typische Cerutti GewebeDie Anfänge der Wollspinnerei und Weberei F.Ili Cerruti gehen auf das Jahr 1881 mit dem Kauf der Fabrik in Biella zurück. Heute erstreckt sich dieSpinnerei und Weberei F.Ili Cerruti auf einer Produktionsfläche von über 50.000 m², beschäftigt 360 Angestellte und produziert circa 2,5 Mio. Meter Stoff pro Jahr. 65 % des Umsatzes werden im Ausland, die restlichen 35 % in Italien erzielt.

Die in Paris gegründete Handelsgesellschaft erweitert die Produktion um andere Tätigkeitsfelder, wie die Kreation von Parfums und die Fabrikation von Krawatten, Hemden und Bekleidung unter dem Markennamen Cerruti. Die Produktion von Cerruti ist durch drei untrennbare Konzepte gekennzeichnet: einheitliche Qualität, Service und Preis in völliger Übereinstimmung mit der Kollektion. Die Gesellschaft hat viele Investitionen im technischen Bereich getätigt, um die Produktivität und die Qualität zu erhöhen. Ziel ist es, hochwertige Qualitätsstoffe herzustellen, und die Produktion bei unveränderten Produktionszeiten zu erhöhen. Dabei haben auch elektronische, automatisierte Prozeßsteuerungssysteme einen großen Einfluß, doch Cerruti hat nie die Bedeutung der menschlichen Arbeitskraft unterschätzt, die für Qualität, Service und Preis der Produkte eine wichtige Rolle spielt.

Die Weberei
Das letzte Projekt von Cerruti, chronologisch gesehen, ist die komplette Erneuerung der Weberei. Die neue Weberei wird über 60 (bisher 50)Maschinen verfügen, kontrolliert von einem vollständig automatischen Garnüberwachungssystem. Das System ermöglicht die umfassende Kontrolle des Garns im Lager wie auch in der Produktion. So ist es möglich, bei jedem Produkt die Herstellungslosgröße und die Qualitätsmerkmale festzustellen.

"Die Weiterentwicklung des Stoffes erfolgte unter der Maßgabe der Erzielung einer Gewichtsverringerung", sagt Roberto Pozzi, technischer Direktor. Es werden daher sehr feine Garne verwendet, was Garndrehung und Schuß angeht. Dies erfordert eine sehr behutsame Bearbeitung des Einfachgarns, was mit den früheren Maschinen - obwohl es gute Maschinen waren - nicht gelang. Es war daher nötig, neue Maschinen zu testen. Die Wahl der Webmaschinen fiel nach sorgfältiger Auswahl auf die Maschinen der Firma DORNIER.

Greiferwebanlage der Firma CeruttiDiese Greifer-Webmaschinen mit positivem Greifer erlauben eine kontinuierliche Kontrolle des Schusses, was mit den von anderen Herstellern favorisierten Systemen nicht möglich ist. Anspruchsvolle Testreihen wurden durchgeführt, die die Erwartungen an die Greiferwebmaschine bestätigten. Gleichzeitig mit den Qualitätsanforderungen sind auch die mit der Produktivitätserhöhung verbundenen Kostenprobleme gewachsen, folglich mußten die Rüstzeiten beschleunigt werden.

Von seiten der Firma DORNIER, die sich durch die guten Beziehungen zwischen Lieferant und Kunde bereits einen Namen gemacht und anwenderfreundliche Lösungen angeboten hat, zeigte man Aufgeschlossenheit und Feinfühligkeit in Fragen bezüglich Qualitäts- und Produktivitätsanforderungen. Die Innovationen, mit denen diese Maschinen aufgewertet wurden, stellen den Beginn einer neuen Ära in der Weberei dar.

Heutzutage können sich die italienischen Produkte nur durch ihre höhere Qualität im Vergleich zu den ausländischen Produkten behaupten, ein Ziel, welches durch die außergewöhnlichen Leistungen der DORNIER-Maschinen erreichbar ist. Die Realisierung dieses Zieles ist nicht einfach und nicht in kurzer Zeit zu realisieren, denn sie verlangt die kontinuierliche Zusammenarbeit aller Partner.

Das angebotene Produkt
Das Produkt, das eine integrierte Spinnerei und Weberei wie Cerruti verläßt, ist das Ergebnis vielfältiger Anstrengungen. Die Firma kauft Rohmaterial bester Qualität, um ein qualitativ unübertroffenes Gewebe zu produzieren und es zu einem Preis für Industrieware zu verkaufen. Es wird ausschließlich extra feine Merino-Wolle (Feinheit 17,5 micron) aus Australien verwendet und mit den höchsten Garndrehungen, entsprechend den gegenwärtigen Anforderungen der Mode, bearbeitet.

Cerruti will auch an die Konfektionsindustrie liefern, denn die "linea boutique" als einziger Absatzmarkt würde nicht ausreichen, um eine solche Produktionsanlage auszulassen.

"Wir sind überzeugt", so Roberto Pozzi, "daß es nötig ist, ein Online-Controlling zu erreichen, um schrittweise festzustellen, welche Leistung wir bezüglich Qualität und Produktivität erreichen. Um dieses Ziel zu verfolgen, ist eine Integration zwischen Maschine, Produkt und elektronischem Steuerungssystem erforderlich. Entscheidend für das Erreichen der Ergebnisse ist das Garn. Selbst wenn die Maschinen schneller arbeiten könnten, sind durch die Garneigenschaften doch eindeutige Grenzen vorgegeben.

Mit den gegenwärtigen Garnen gelingt uns eine sorgfältige, genaue Verarbeitung, wobei natürlich auch die Fähigkeit, Maschinen und Produkte aufeinander abzustimmen, erheblich ins Gewicht fällt." Zu diesem Zweck werden die Maschinen bei Cerruti streng getestet. Die Anlagen müssen die erwarteten Ergebnisse liefern, unter der Voraussetzung, die maximale Qualität ohne Beeinträchtigung der Produktion zu erreichen.

Der Beitrag des Textilmaschinenherstellers
Die Textilmaschinenhersteller bieten oft allgemeine Lösungen an, da ihr Produkt die verschiedenen Zielsetzungen der Anwender erfüllen muß. Das Anforderungsprofil und die geforderten Lösungen der Firma Cerruti stellten die Fähigkeit des Partners unter Beweis. Die Haltung der Hersteller gegenüber dem Kunden hat sich in den letzten Jahren geändert, auch wenn man noch auf Hindernisse trifft, die in der Größenordnung der Wollindustrie begründet sind: Sie macht nur 5 % des weltweiten Faserverbrauchs aus. Es ist daher eine stärkere Synergie zwischen Maschinenhersteller und Textilproduzenten im Forschungsbereich nötig, um ein akzeptables Gleichgewicht auch bezüglich der Amortisation der verwendeten Ressourcen zu finden.

Zielsetzung ist, den Kunden mehr Service bezüglich Ansprechzeiten und Zuverlässigkeit zu bieten, eine- nach dem Standpunkt von Cerruti - fundamentale Dienstleistung, die mit dem Produktwert verbunden ist.

Auszug einer Veröffentlichung der italienischen Fachzeitschrift Technologie Tessili über den Qualitätsstandard der F. Ili Cerruti.