Perfekte Einlegekanten ohne mechanische Elemente
NEU: DER "Pneuma-Tucker"
FÜR DORNIER LUFTWEBMASCHINEN

Rückwärts blätternVorwärts blättern
Das Weben mit Einlegekanten auf Luftwebmaschinen leidet heute häufig darunter, daß die eingesetzten mechanischen Einlegeapparate durch die hohe Tourenzahl häufig überlastet sind.

Weitere Gründe, die gegen den mechanischen Einleger sprechen, sind die relativ hohen Schäden bei Ausfall der Mechanik und die damit verbundene Produktionsausfallzeit und Ausschußware.

Namensleiste mit Pneuma-TuckerDa auf Luftwebmaschinen hergestellte Gewebe im Einsprungverhalten je nach Artikel und Bindung unterschiedlich reagieren, müssen die mechanischen Elemente eines herkömmlichen Einlegers jeweils genau auf die neue Einsprungbreite angepaßt werden. Qualitätswechsel, Breitenveränderung und Umstellung von Schnitt- auf Einlegekante sind deshalb mit erheblichem mechanischen Aufwand verbunden.

Für DORNIER war somit die Aufgabenstellung zur Entwicklung einer neuen Einlegergeneration - dem Pneuma-Tucker definiert. Der Einsatz mechanisch bewegter und einzugsabhängiger Teile sollte vermieden werden, und das System muss über die DORNIER AT-Elektronik steuerbar sein.

Der neue Pneuma-Tucker verfügt über drei elektronisch gesteuerte Funktionen: Schneiden - Halten - Einlegen. Während das "Schneiden" durch eine elektronisch gesteuerte Schere erfolgt, werden die Funktionen "Halten" und "Einlegen" ausschließlich mittels gerichteter Luftströmungen durchgeführt.

Diese Funktionen lassen sich übersichtlich für alle Einlegekanten im Webbetrieb so verändern, daß Einlegequalität und -tiefe an die Artikelanforderung angepaßt werden können. Ferner ermöglicht die elektronische Steuerung design-unabhängiges Einlegen des Schußfadens.

Um je nach Gewebequalität die Dicke der Kante in feinen Schritten präzise anzupassen und zu verändern, können die Schüsse einzeln oder in Gruppen von zwei, drei, vier oder mehr Fäden eingelegt werden. Neben den bisherigen eingeschränkten, bekannten Varianten - der Ausdünnung, der Kantenfäden und der geänderten Bindung im Kantenbereich - steht jetzt diese zusätzliche Möglichkeit zur Verfügung. Damit ergibt sich eine bedeutende Erweiterung der Kantengestaltung und -anpassung. Gewünschte Korrekturen können über das Maschinen-Display schnell und einfach eingegeben werden.

Da keine mechanischen Antriebe notwendig sind, lassen sich sehr schmale Gewebebahnen mit unter 25 cm Breite einstellen und bei Breitenveränderung muß kein Austausch von breitenabhängigen Teilen vorgenommen werden. Damit ist die Zahl der Mitteneinlegeköpfe nicht begrenzt. Ein beidseitiger Umbau von Schnitt- auf Einlegekante und umgekehrt, läßt sich in weniger als 30 Minuten durchführen.

Entscheidend ist die Tatsache, daß erst durch Wegfall der Einleger-Mechanik die hohen Tourenzahlen von ein- und mehrbahnigen Luftwebmaschinen mit niedrigem Wartungsaufwand auf Dauer sicher und standfest realisierbar sind.

Bei Arbeiten mit dem DORNIER-Pneuma-Tucker wird der Schußabfall auf der Schußeintragsseite vollkommen eliminiert. Auf der Fangseite kann mit Fangleiste gearbeitet werden. Alternativ lassen sich die abgeschnittenen Fadenenden durch ein Absaugsystem abführen.

Die Funktionssicherheit bei der Schußüberwachung auf Fadenankunft und Fadenbruch bleibt wie bei der Schnittkante erhalten.Der Pneuma-Tucker wird heute schon erfolgreich bei Schleifmittelköper, Beschichtungsgeweben, Reifencord und Frottiergeweben eingesetzt. Es kann davon ausgegangen werden, daß sich das Anwendungsspektrum in der Zukunft noch wesentlich erweitern läßt.