Im
Rahmen einer Nachbestellung für die Firma Bekaert Textiles bt in Waregem
lieferte die Lindauer DORNIER GmbH ihre 2.000ste schützenlose Webmaschine
nach Belgien. Die belgischen Textilbetriebe halten mit ihren anspruchsvollen
und qualitativ hochwertigen Produkten aus Möbelstoffen, Bekleidungsstoffen
und Technischen Geweben Spitzenpositionen im internationalen Vergleich
und sind damit bestens gerüstet für den weltweiten Wettbewerb.
Bereits 1968 konnte DORNIER die ersten Greiferwebmaschinen mit positiv gesteuerter Mittenübergabe hier installieren. Diese Maschine deckte in idealer Weise die Forderung der sehr kreativen, modischen Weber nach einem sicheren, flexiblen Produktionsmittel ab. Die geschäftlichen Verbindungen zur Firma Bekaert haben ihren Ursprung in den 50er Jahren mit der Lieferung von DORNIER-Spannrahmen. Im Jahre 1970 wurden dann die ersten Greiferwebmaschinen für die Herstellung von Matratzendrellen und Möbelstoffen geliefert.
Bedingt durch den vertikalen Betriebsaufbau, bestehend aus Spinnerei, PP-Extrusion, Zettlerei, Baumschärerei, Färberei, Weberei, Strickerei und Ausrüstung bietet das Unternehmen die ideale Basis, um neben dem Normalgeschäft exklusive, kundenbezogene Kollektionen mit dem Kunden zu entwickeln. Aber auch im weiteren Bereich der Heimtextilien konnte die Firma Bekaert Zeichen setzen. Ist der Bereich St. Hubert für die elegante Kollektion von Jacquard-Dekostoffen zuständig, so bietet die Firma Bekaert Wandtextiel ein auserlesenes Angebot schwerentflammbarer, raumhoher Wandtextilien für den Privat- und Objektmarkt an und die Firma Plush ist tonangebend für die Herstellung doppelsamtiger Möbelstoffe für Sitzmöbel und Fahrzeugsitze aller Art. Abgerundet wird diese Produktpalette durch Jacquard-, stückgefärbte und bedruckte Stoffe für Damenoberbekleidung und den Outdoorbereich, wie Kinderwagenstoffe. Für dieses Programm zeichnet die Firma Cyr Cambier verantwortlich . Bereits 1957 erweiterte Bekaert seine Aktivitäten mit der Gründung der Bekaert Australia, die sich in den vergangenen Jahren dort ebenfalls zum Marktführer von Matratzendrellen entwickelte. Mit dieser großen Variantenvielfalt dokumentieren die rund 1400 Mitarbeiter des Unternehmens Ideenreichtum, Kreativität und Innovation, die voll in den Dienst des Kunden gestellt werden.
Personalprobleme entstehen hierdurch nicht, da das Handling für Luft- und Greiferwebmaschine für Weber und Webmeister identisch ist. Gleiches gilt für den Großteil der Ersatzteilhaltung. Die jetzt seit 1990 in den DORNIER-Webmaschinen eingesetzte AT-Elektronik mit dem in der Automobilindustrie bewährten CAN-Bus bietet heute in Verbindung mit modernster Sensor- und Schrittmotortechnik weitere entscheidende Verbesserungen in Handling und Qualität. So können fliegende Musterwechsel während des Maschinenlaufs vorgenommen werden, da pro Dessin 8 verschiedene Schußdichten, Kettspannungen und Tourenzahlen speicherbar sind. Die gesteuerte Mittenübergabe des Greifers ermöglicht dabei auch den Wechsel von Garnarten und Garnfeinheiten in einer extrem weiten Variation während des Maschinenlaufs, ohne Nachjustieren des Greifers. Schrittmotoren für Kanteneinrichtungen, Scheren, Farbwähler und Schußfadenbremsen machen mechanische Einstellungen überflüssig. Selbst während des Laufs können diese jetzt am Display der Maschine eingestellt werden. In gleicher Weise lassen sich Schußdichten und Kettspannungen eingeben, sowie verschiedene Parameter für die Anlaufstellenvermeidung bestimmen. Damit unterstützen die DORNIER-Webmaschinen das Bestreben des Kunden, noch flexibler Gewebe auf höchstem Qualitätsniveau herzustellen. |