| Flexibilität,
Qualität und Ergonomie als Vorgaben für die Weiterentwicklung NEUE TECHNOLOGIE BEI DER DORNIER-LUFTWEBMASCHINE |
Die
Flexibilität und das Handling der DORNIER-Luftwebmaschine wurde in
den letzten Jahren durch viele Entwicklungen kontinuierlich verbessert.
Heute werden auf der Maschine Artikel verwebt, die zu Beginn der Entwicklung
noch undenkbar gewesen wären und die nach damaliger Auffassung nur
auf Bandgreifer oder Projektilmaschinen hätten hergestellt
werden können.
Im nachfolgenden möchten wir aufführen, wo Verbesserungen eingeflossen sind, und wie sie sich auf die Maschine ausgewirkt haben. Die Vorspulgeräte werden heute mit Lagen- separierung angeboten, mit denen die Distanz zwischen den Lagen einstellbar wird. Für eine schonende Behandlung der Garne läßt sich die Aufwicklung in Z- oder S-Drehung umstellen. Auch sind die Geräte mit einer fadenspannungsunabhängigen Einlaufüberwachung ausgerüstet. Alle Einstellungen können zudem über die zentrale Tastatur der Webmaschine vorgenommen werden. Mit diesen Verbesserungen lassen sich haarige Garne wie Taslan oder Wollzwirn bis Nm 10/2 genau so sicher verarbeiten wie hochgedrehte oder auch grobe Garne bis hin zu Glaslunte mit 330 tex. Die gesteuerte Fadenbremse hält bei Fadenankunft die Spannungsspitze niedrig und verkürzt die Streckdauer. Mit dieser Maßnahme lassen sich höhere Tourenzahlen bei hochgedrehten oder reißkraftarmen Garnen erzielen. Die Hauptdüse wurde auf acht Farben erweitert. Das Einsatzspektrum hier reicht von feinen Filamentgarnen für Etiketten bis hin zu groben Tagesdecken mit Baumwollzwirn aus Ne 4,5/2. Die Optimierung der Strömung innerhalb der Hauptdüse brachte zudem den schonenden Eintrag von ungedrehten, verwirbelten bzw. getängelten Filamentgarnen. Eine weitere Steigerung der Präzision der Stafettendüsen verbesserte die Luftstrahlrichtung. Auch an der Oberfläche und der Breite dieser Düsen wurde erfolgreich gearbeitet, so daß bei der Verarbeitung von Filamentketten und empfindlichen Tencelgarnen Spuren oder Markierungen im Gewebe durch Stafettendüsen verhindert werden. Verschiedene Bestückung und Düsenformen erweitern zudem das Einsatzgebiet. So setzt man erfolgreich eine Doppelbestückung bei der Verarbeitung von hochgedrehten Filamentgarnen und schweren Fasergarnen ein.
Bei der Konzipierung der Druckluftanlage wird man grundsätzlich dafür gesorgt haben, die Anlage richtig und sicher auszulegen. Jedoch schließt das nicht aus, daß Betriebsstörungen an den Einzelaggregaten oder am Druckluftnetz auftreten, die dann zu verunreinigter Luft führen, die in die Webmaschine gelangt. Um dadurch auftretenden Ventilausfällen vorzubeugen, bieten wir einen Hochleistungsfeinfilter mit Verschmutzungsgradanzeige an, der vor jede Webmaschine geschaltet werden kann. Handling und Flexibilität wurden in den letzten Jahren auch verbessert, indem man elektronisch gesteuerte, unabhängige Antriebe zum Einsatz brachte. Hierzu zählt die Schußfadenschere, bei der während des Laufs der Schnittzeitpunkt verstellt werden kann. Durch ihre verschiebbare Konstruktion ist sie auf jede neue Breite schnell anpassbar. Die nach gleichem System arbeitenden Breithalterscheren für Außen- und Mittelkanten sind ebenfalls frei positionierbar und können somit dort schneiden, wo es webtechnisch notwendig ist. Der neue Scheibendreher Disc-O-Leno® (siehe Insider Nr. 6) sorgt für höhere Flexibilität, höhere Drehzahl und bessere Qualität. Durch den Wegfall von zwei Schäften für die Drehereinrichtung rückt das Grundschaftpaket um dieses Maß nach vorne. Dadurch werden die Kettgarnbelastung und Klammerneigung geringer, was zwangsläufig zu einem niedrigeren Fadenbruchniveau führt. Auch läßt sich das Einsatzspektrum der Maschine wesentlich erweitern, da jetzt erstmals die Musterung mit echten 16 Schäften möglich ist. Bei Arbeiten mit niedrigerer Schaftzahl kann durch Wegfall dieser beiden Schäfte mit höherer Tourenzahl gewebt werden, da die Tourenzahlgrenze der Fachbildeeinrichtung erst später erreicht wird.
Wesentliches Merkmal, um das Touren-zahlpotential der Luftwebmaschine voll auszunutzen, ist der Ersatz von störanfälliger Mechanik, denn der Disc-O-Leno® arbeitet nur mit einer durch einen Schrittmotor angetriebenen Scheibe. Der gleichen Philosophie folgt auch der pneumatische Einlegeapparat Pneuma-Tucker®, der für äußere und mittlere Kanten einsetzbar ist. In einem Artikel der Fachzeitschrift Technische Textilien, Ausgabe März 1997, berichtet Herr G.Mayer, Betriebsleiter der Spinnweberei Uhingen GmbH, Uhingen, Deutschland, von seinen positiven Praxiserfahrungen mit dem Pneuma Tucker®, der auf 190 cm breiten DORNIER-Luftwebmaschinen mit 860 Upm betrieben wird.
Zur Sicherung höchster Gewebequalität verfügt die DORNIER-Luftwebmaschine über eine einzigartige Kombination von Voraussetzungen wie:
beidseitiger Antrieb der Weblade durch Doppelkurvenscheiben; Diese maschinenseitigen Voraussetzungen werden durch Software so ergänzt, daß zur Vermeidung von Anlaufstellen an der DORNIER-Webmaschine folgende Maßnahmen direkt am Display eingeleitet werden können:
automatische Fachgleichstellung, Durch all diese Maßnahmen konnten die Qualität der auf DORNIER-Luftwebmaschinen hergestellten Gewebe entscheidend verbessert und den Luftwebern völlig neue Einsatzgebiete erschlossen werden. |