Bisas und Ekincioglu – zwei unterschiedliche Firmen – eine Philosophie
QUALITÄT ZAHLT SICH AUS

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„Wir benötigen das schonendste Schußeintragssystem. Denn niedrigste Fadenbruchwerte führen zu geringsten Fehlerquoten im Gewebe. Gleichzeitig können hohe Maschinenzuteilung für Weber und Webmeister vorgegeben und die Ersatzteilkosten niedrig gehalten werden“.

Das ist die zentrale Aussage von Haldun Ekincioglu, einem der Teilhaber der Firmen Bisas Iplik und Bisas Tekstil sowie Alleininhaber der Firma Ekincioglu in Bursa, Türkei.

Bisas Tekstil
Aus einem Handelsgeschäft für Druckware, mit welchem der Vater Ziya Ekincioglu 1958 begann, entwickelte sich ein Textilunternehmen mit der Beteiligung an einer Spinnerei 1968, die heute unter dem Namen Bisas Iplik mit 160.000 Spindeln zu einer der beiden größten Spinnereien in der Türkei zählt. Die logische Folgerung in Richtung Vollstufenbetrieb war dann 1989 der Aufbau der eigenen Weberei, Bisas Texstil, die, wie die Spinnerei völlig eigenständig operiert und 1996 an die Börse ging. Der vorläufig letzte Schritt zur Vollstufigkeit wird noch dieses Jahr getan mit der Installation einer an die Weberei angehängten Ausrüstung.

Websaal der Firma Bisas im Werk Inegöl mit DORNIER-Luft- und GreiferwebmaschinenBisas Textil produziert täglich rund 50.000 Meter Gewebe für Sportswear sowie Hemden- und Blusenstoffe. Eingesetzt werden Garne in Feinheiten bis Ne 60/1 und 120/2 aus verschiedendsten Materialien, wie Baumwolle, Polyester, Viscose, Leinen und Effekten. Damit wird der Anspruch erhoben, flexibelster Anbieter von Bekleidungsstoffen für die türkischen Konfektionäre zu sein. Diese begrüßen es, daß Exklusivmuster ausschließlich nur für sie zur Verfügung stehen und keinem anderen zugänglich gemacht werden. 95% dieser Waren sind für den Export bestimmt.

In der Weberei in Inegöl sind heute 128 DORNIER Greiferwebmaschinen des Typs HTV und HTVS 6/S in 190 cm Nennbreite installiert, sowie 42 Luftweb-maschinen des Typs LWV2 und 4/S, ebenfalls in 190 cm Nennbreite.

Die Entscheidung zu Gunsten der DORNIER-Systemfamilie fiel 1990, da man sich von der Flexibilität der Maschinen den entscheidenden Vorsprung in einem hartumkämpften Markt versprach. Ferner überzeugte auch der sichere Doppelschußeintrag bei der Greiferwebmaschine.

Ekincioglu – andere Produktpalette- aber gleiche Philosophie
Bereits bevor Bisas die Entscheidung zum Bau der Weberei traf, startete Haldun Ekincioglu mit einer eigenen Weberei. Hier ist zwar eine ähnlich vielseitige Garnpalette im Einsatz, jedoch ist das Artikelprogramm noch weiter auseinandergezogen, geht es doch von Blusen- und Hosenstoffen über Druckboden, Matratzendrellen bis hin zu Tischwäsche und Tischdecken für das Hotelgewerbe.

Websaal der Firma Ekincioglu mit DORNIER-Schaft- und Jacquard-GreiferwebmaschinenAuch der Maschinenpark ist hierauf abgestimmt, indem von den 34 Greiferwebmaschinen der Type HTV4/S 28 Maschinen in 190, 250 und 360 cm Nennbreite mit Schaftmaschinen ausgestatten sind und 6 Maschinen in 250 cm Nennbreite mit elektronischen Jacquardmaschinen, die mit bis zu 7168 Platinen arbeiten. Um den Wünschen der Hotelerie gerecht zu werden, können die Maschinen kurzfristig auch auf Mittel- und Ausseneinleger umgerüstet werden.

 

Wie innovativ das Unternehmen auf dem türkischen Markt agiert, zeigt die Tatsache, daß bereits 1989 die ersten vollelektronischen Greifer-Schaftmaschinen mit der zu diesem Zeitpunkt von DORNIER erstmals ausgelieferten AT-Elektronik eingesetzt wurden. Bei dieser Elektroniksteuerung setzte DORNIER als erstes Unternehmen des Maschinenbaus und etwa zeitgleich mit den Automobilbauern Mercedes und BMW den CAN-Bus ein. Hierbei handelt es sich um einen Datenträger, der verschiedene Aggregate einer Webmaschine, wie Kettablaß, Warenabzug, Farbwähler, Bremsen, Scheren, Kantenbildeeinrichtungen u.a.m. an einen extrem leistungsfähigen und störsicheren Datenkanal ankoppelt. Die unbegrenzte Erweiterungsfähigkeit dieses CAN-Bus-Netzwerkes ermöglicht eine optimale Anpassung der DORNIER- Webmaschine an zukünftige Entwicklungen.

1996 schließlich ergänzte H. Ekincioglu die Weberei durch eine eigene Kettvorbereitung mit Schlichterei und Schärerei.

Kommen wir zurück zur Eingangsaussage: In beiden Firmen liegt die Fehlerhäufigkeit bei 1–2 Fehlern pro 100 Meter Zwirnware und 3–4 Fehlern bei Einfachgarn. Wenn man die von den Konfektionären akzeptierten 6 Fehler pro 50 Meter zugrunde legt, unterstreichen die erreichten Kundenstandards das sicherlich hochgesteckte Unternehmensziel, in erster Linie mit Qualität die Marktposition und damit den Unternehmenserfolg zu sichern.