Die
italienische Firma Albini wurde 1876 von Doktor Silvio Albini in Albino,
Provinz Bergamo, gegründet. Das von Beginn an von der Familie geführte
Unternehmen befindet sich heute in der vierten Generation.
Durch
die klare Trennung der Aufgaben in der Unternehmensführung, Silvio
ist Generaldirektor für den Verkauf, Andrea Direktor der technischen
Produktion, Stefano Direktor der kaufmännischen Abteilung und Fabio
Direktor der Designabteilung, ergibt sich eine starke Synergie zwischen
den einzelnen Abteilungen mit dynamischen Entscheidungswegen.
Das
führt zu einem schnellen Ansprechen auf Kundenwünsche, einer großen
Kreativität im Artikelprogramm und gibt die entscheidenden Impulse
auch im betrieblichen Ablauf. Die besondere Stärke der Firma, die
sie auch zum Marktführer gemacht hat, liegt in den sehr modischen,
teils avantgardistischen Designs, der ausgeprägt hohen Qualität und
in einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis der angebotenen Produkte,
die in alle Welt exportiert und dort sehr geschätzt werden.Zu dieser
starken Marktposition der Firma Albini haben die ständigen und entscheidenden
Investitionen wesentlich beigetragen. So wurden in den letzten 5 Jahren,
also zwischen 1992 und 1997, 80 Mia. Lire ausgegeben.
Hiermit
erneuerte man nicht nur den kompletten Maschinenpark, sondern setzte
auch Schwerpunkte in neue Lager, Informationssysteme, Logistik und
intensive und umfassende Personalschulung.
Mit einem
Stammpersonal von 520 Mitarbeitern und einem Verkaufsvolumen von 13
Mio. Metern Ware im Jahre 1997 (hiervon wurden 5 Mio. Meter Ware bei
Lohnwebern hergestellt), erzielte das Unternehmen einen Umsatz von
165 Mia. Lire. Das entspricht einer Steigerung von 300 % gegenüber
1992.
Im
selben Jahr wurden auch die Weichen für diese äußerst positive Entwicklung
gestellt, als die Firma Cotonificio Albini in weiser Voraussicht die
drei weltweit ältesten und berühmtesten Nobelmarken von Hemdenstoffen
übernahm. Hierbei handelt es sich um die englischen Firmen Thomas
Mason, David & John Anderson und Ashton Shirtings, die auf eine
zweijahrhundertelange Geschichte verweisen können. Die hochwertigen
Produkte dieser Unternehmen werden unter anderem an die bekannten
Hemdenkonfektionäre der Londoner Jermyn Street verkauft, bei denen
sich die Persönlichkeiten der Welt ihre maßgeschneiderten Produkte
fertigen lassen.
Die Spitze
der Kundenliste führt das englische Königshaus an. 75 % der Produktion
werden exportiert, vornehmlich nach Europa, USA, Japan und Far-East.
Die Basis
für das hohe Qualitätsniveau der Gewebe in Popeline, Twill, Oxford,
Streifen- und Karomustern, stück- und garngefärbt, wird bereits mit
der Auswahl der besten Rohstoffe gelegt. Es folgen moderne und fortschrittliche
Produktionsprozesse und eine sorgfältige Endkontrolle eines jeden
gewebten Meter Ware. Als Material kommt Baumwolle, Leinen und deren
Mischungen zum Einsatz in Garnfeinheiten von Ne 30/2 bis Ne 170/2.
Bei Leinen geht man bis zu einer Feinheit von Nm 39/1.
Um einen
termingerechten Service anzubieten, der auch die Lieferung von kleinen
Metragen einschließt, bedarf es einer optimalen Kontrolle der Logistik
für den Materialfluß und einer sorgfältigen, präzisen Maschinenplanung
in den Abteilungen Webereivorwerk und Weberei.
Auch
die moderne Färberei ist darauf eingestellt. Es können Lots von 30
600 kg Garn gefärbt werden mit einer Kapazität von 45000
kg pro Woche.
Um die
Beweglichkeit in der Weberei zu steigern, hat man sich entschlossen,
auf den vorhandenen 167 schützenlosen Webmaschinen die Technologie
des QSC-Systems zu adaptieren, um schnelle Artikelwechsel zu gewährleisten
und somit Verlustzeiten zu minimieren.
Laut
Andrea Albini, Technischer Direktor der Firma Cotonificio Albini,
wurden 1996 42 DORNIER-Greiferwebmaschinen gekauft, um flexibel auf
die Herstellung vorwiegend hochschäftiger Gewebe und je nach Anforderung
auch auf Artikel mit zwei Kettbäumen einzugehen. Der schonende Schußeintrag
des Systems, das heißt, niedrige Geschwindigkeit bei der Fadenaufnahme,
geringer Greiferüberhub und optimierte Exzenter für die Greiferbewegung
in den Getrieben, machen ein wirtschaftliches Verarbeiten der reißkraftarmen
Baumwollgarne und der wertvollen Leinengarne, mit Eintragsgeschwindigkeiten
von 515 Upm, möglich.
Durch
die Dynamik der Unternehmensführung, den hohen technischen Stand der
Produktionsanlagen, der ausgefeilten Logistik und einem sehr gut geschulten
und motivierten Personal, verfügt man bei der Firma Cotonificio Albini
über Fähigkeiten, den immer größer werdenden Anforderungen des internationalen
Marktes gerecht zu werden. |