Viele Webereien
müssen, um wettbe- werbsfähig zu bleiben, auch in der Gestaltung der
Gewebekante universell sein. Denn die besonderen Gegebenheiten des
Fertigproduktes, der Gewebequalität und der Ausrüstung erfordern sowohl
das Herstellen von Schnitt- wie Einlegekanten auf ein- und derselben
Maschine.
Während
Tischdecken, Schleifköper und Reifencord ausschließlich mit Einlegekanten
gewebt werden, dagegen für Hemdenstoffe, DOB-Artikel, Futterstoffe,
Denim, Deko-Möbelstoffe und Matratzendrelle die Schnittkante bevorzugt
wird, kommt es unter anderem bei Wollstoffen, Tisch- und Bettwäsche,
Frottiergeweben und Beschichtungsgeweben vor, daß sowohl Schnittkante
wie Einlegekante gewünscht sind. Dies erforderte bisher einen beachtlichen
Arbeits- und Zeitaufwand, verbunden mit zusätzlichen Maschinenelementen,
speziell wenn auch noch Breitenverstellungen dazukamen. Denn hierzu
mußten die nennbreitenabhängigen Teile auf die Gewebebreite angepaßt
werden.
Die DORNIER-Luftwebmaschine
ermöglicht nun durch konstruktive Verbesserungen in knapp 30 Minuten
eine Umstellung von Schnitt- auf Einlegekante, oder in umgekehrter
Reihenfolge, bedingt durch einen modularen Aufbau der hierfür benötigten
Teile.
Die
Breithalterstützen sind neu so konzipiert, daß sie sowohl die Befestigung
des Einlegeapparates "PneumaTucker®", wie auch der Schußfadenklemme
ermöglichen. Diese rechts und links angeordneten Breithalterstützen
lassen sich bei Breitenveränderung auf der Profiltraverse einfach
verfahren. Da der PneumaTucker® vollelektronisch angesteuert wird,
entfällt der Einsatz einer Antriebsachse, so daß auch keine längenabhängigen
Anpassungen nötig sind. Das für Einleger und Schnittkante einheitliche
Aufnahmesystem bietet jedoch auch noch einen großzügigen Bedienungskomfort.
Bei laufender Maschine
lassen sich Einlegeapparat oder Klemmeinheit in ihrer Position sowohl
horizontal in Kettrichtung, wie vertikal optimal einstellen. Diese
Einstellung ist feinjustier- und reproduzierbar.
Beide Einrichtungen sind
wartungsarm, da sie über festangeordnete Bauteile verfügen, die elektronisch
angesteuert sind. Beim PneumaTucker® werden die maßgeblich am Einlegevorgang
beteiligten Maschinenelemente in ihrer Funktion permanent überwacht
und Fehler sofort auf dem Display angezeigt. Mit dieser Technik verfügt
der Weber über ein modular aufgebautes System, das es ihm erlaubt,
qualitativ hochwertige Kanten schnell und sicher auf die Wünsche des
Kunden anzupassen.
Anläßlich
der letzten Textilmaschinenmesse ATME in Greenville, USA, richtete
Herr Roger Milliken, der Besitzer des gleichnamigen amerikanischen
Textilkonzerns, folgende Forderung an die Adresse der Textilmaschinenbauer:
"Ihr Ziel muß es sein, Komplexität zu vereinfachen". Daß
wir ständig daran arbeiten, zeigt sich in der Gegenüberstellung von
mechanischen Einlegeapparaten zum DORNIER- PneumaTucker®.
Sind für einen mechanischen
Einlegeapparat noch 224 Einzelteile erforderlich, so benötigt der
PneumaTucker® gerade einmal 37 Teile. Somit wird durch Vereinfachung
der Funktionen eine Teilereduzierung erreicht und die Zuverlässigkeit
erhöht. |