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Der 62-Minuten-Anzug
Vom
Schaf zum dreiteiligen Anzug in etwas mehr als einer Stunde. Daß dies
zu schaffen ist, haben Studenten der Fachhochschulen Münchberg und
Mönchengladbach bewiesen. Anläßlich einer Fernsehsendung im deutschen
Fernsehen, am Samstag, dem 30.01.1999, wurde in 62 Minuten ein Maßanzug
bei der Tuchfabrik Mehler in Tirschenreuth, Deutschland, für die CoModeratorin
der Sendung produziert.
Nach
dem Scheren von 3 Schafen wurde die Wolle versponnen, gespult, verwebt
und dann zum Anzug konfektioniert.
Da
das Streichgarn in der Nm 7/1 in einem verkürzten Spinnprozeß hergestellt
wurde, ergab sich eine äußerst niedrige Reißkraft, gemessen auf dem
Tensojet mit einem Mittelwert von 4,26 cN/tex (wobei der Minimalwert
nur bei 1,8 cN/tex lag). Um dieses Garn sicher zu verweben, sahen
sich die Verantwortlichen des Versuches veranlasst, trotz eigenem
Webmaschinenpark, DORNIER zu bitten, eine Greiferwebmaschine zur Verfügung
zu stellen.
Aufgrund
des schonenden Schußeintrages der Maschine konnte dieses Garn auch
erfolgreich in der geforderten Zeit verwebt werden. Damit
wurde ein 17 Jahre alter Rekord unterboten, der 1982 vom Textile College
in Melbourne, Australien, mit 1 Stunde und 34 Minuten aufgestellt
wurde übrigens auch mit einer DORNIER-Greiferwebmaschine, womit
wir unseren eigenen Rekord unterboten haben.

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