Mit zukunftsorientierter Technologie ins 3. Jahrtausend

DIE DORNIER-HIGHLIGHTS

AUF DER ITMA ‘99 IN PARIS


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Auf der ITMA ‘99 in Paris wird der erstmals von DORNIER 1989 in Textilmaschinen eingesetzte CAN-Bus 10 Jahre alt. Ebenfalls in Paris feiert die DORNIER-Systemfamilie, bestehend aus Greifer- und Luftwebmaschine, 10jähriges Jubiläum. Diese zukunftsweisenden Entwicklungen, die sich bis heute in rund 15.000 DORNIER-Webmaschinen weltweit im Einsatz befinden und ihren technologischen Vorsprung sicherstellen, werden erst jetzt allmählich von anderen Textilmaschinenbauern übernommen
.

Auf dieser Basis aufbauend, wird eine leistungsfähigere Maschinengeneration vorgestellt mit den Schwerpunkten Erweiterung des Einsatzbereiches, neue Kantenbildeeinrichtungen sowie Handlingsverbesserung durch Mechanik und Elektronik. Zwei Luft- und eine Greiferwebmaschine zeigen Schußeintragsleistungen von über 2.000 m/min.Der große Einsatzbereich der DORNIER-Luftwebmaschine wird durch 8 Farben im Schuß, Jacquardausstattungen mit 6.000 und 10.000 Platinen und, erstmals auch bei Luftwebmaschinen, mit fliegendem Musterwechsel während des Maschinenlaufes demonstriert.

Die z. Zt. wirtschaftlichste Alternative, speziell für Tisch- und Bettwäschehersteller, zeigt DORNIER mit einer erstmals auf einer Messe gezeigten 430 cm breiten Luftwebmaschine, die eine für einphasige Schußeintragssysteme enorme Schußeintragsleistung von über 2.500 m/min aufweist und damit besonders in der gezeigten Jacquardanlage für verkürzte Amortisationszeit sorgt.

Neue DORNIER-Luftdüsenwebmaschine, Typ A

Weiter ausgedehnt wurde das Einsatzgebiet der Luftwebmaschine für Hemdenstoff- und Autositzbezugweber durch die Tatsache, daß jetzt mit bis zu 20schäftigen, positiv gesteuerten Schaftmaschinen Tourenzahlen von über 700 Upm erzielt werden. Damit stellt sie für solche Anwendungsbereiche eine Alternative zu den hochtourigen und mit hohen Ersatzteilkosten belasteten Bandgreiferwebmaschinen dar.

Ebenfalls eine Messe-Neuheit ist das gemeinsam mit der Firma Scholze vorgestellte Megatop-Weaving-System, eine Kombination von doppelbahniger Luftwebmaschine mit 1.600 mm Kettbaumlagerung für die wirtschaftliche Herstellung hochwertiger Stapelartikel.

Trotz des Zuwachses an Geschwindigkeit bei der neuen Generation von DORNIER-Greiferwebmaschinen, konnte die Schußgarnbelastung auf dem für mechanische Schußeintragsysteme niedrigsten Stand gehalten werden. Unterstützt wird das durch eine neue, elektronisch gesteuerte Schußfadenbremse mit integriertem Schußfadenwächter. Durch den Wegfall von Umlenkstellen, eine verkürzte freie Fadenlänge und geraden Fadeneinlauf werden unnötige Fadenspannungen abgebaut. Das wird am Beispiel der Verarbeitung von sehr reißkraftarmen Kaschmirgarnen im Wechsel mit feinstem Kammgarn auf der Messe dargestellt. Die überlegene Flexibilität der DORNIER-Greiferwebmaschine durch äußerst schnellen Wiederanlauf nach Artikelwechsel, ohne langes Experimentieren, selbst bei Einsatz unterschiedlichster Schußgarne, wird sowohl in Schaft- wie auch in Jacquardausführung gezeigt.

Neue DORNIER-Greiferwebmaschine, Typ P

Um die durch mechanische und elektronische Verbesserungen erheblich gesteigerten Tourenzahlen der beiden Webmaschinensysteme auch webtechnisch so umzusetzen, daß dabei Qualität, Personaleinsatz und Unterhaltskosten unbeeinflußt bleiben, entwickelte DORNIER neue Aggregate, die die seit 50 Jahren bestehenden Probleme der Kantenbildung an schützenlosen Webmaschinen definitiv lösen. So wird auf einer Luftwebmaschine mit über 1.000 Upm ein pneumatischer Einlegeapparat Typ PneumaTucker® arbeiten, der auf mechanische Teile weitgehend verzichtet und damit diese hohe Tourenzahl auch für den Praxisfall umsetzbar macht. Ähnlich verhält es sich bei der neuen Zweifadendrehereinrichtung Disc-O-Leno®, die durch Verringerung mechanischer Komponenten und Ersatz oszillierender durch rotierende Bewegungen, Drehzahlen von mehr als 900 Upm speziell bei Luftwebmaschinen betriebssicher ermöglicht. Die Dreherkanteneinrichtung EcoLeno® schließlich demonstriert auf Greifer- und Luftwebmaschinen durch Wegfall der Fangleiste und Recyclingmöglichkeiten des Schußabfalls beachtliche Einsparungspotentiale.

Vereinfachtes Handling bei Breitenverstellungen durch neue Kabelführung und bei Artikelwechsel durch automatisches Einhängen der Schäfte sind weitere Themen, die auf der Messe dargestellt werden.

Die ausgestellte Frottierwebmaschine bietet jetzt durch das Zuschalten eines separaten Antriebs die Möglichkeit mit zwei Polhöhen zu weben. Die auf der Messe hergestellten Handtücher werden mit pneumatischen Einlegeapparaten Typ PneumaTucker® für Außen- und Mittenkanten, hergestellt.

In der elektronischen Steuerung der Greifer- und Luftwebmaschine wurde der bisher nur für die interne Steuerung der Webmaschine eingesetzte CAN-Bus durch einen externen CAN-Bus ergänzt. Er bezieht alle Zusatzaggregate der Webmaschine mit in die Steuer-, Regel- und Kontrollprozesse ein. In Verbindung mit einem neuen, benutzerfreundlichen Display wird dadurch jetzt sowohl die umfassende interne wie externe weltweite Kommunikation möglich.

Damit ist die Basis geschaffen für das auf der Messe erstmals demonstrierte DORNIER Global Communication Network (DoNet). Lieferzeiten für Ersatzteile werden verkürzt, Ferndiagnose ermöglicht, Einstellanweisungen und Muster schnell auf die Maschine heruntergeladen und somit Stillstandszeiten reduziert, die Flexibilität erhöht und die Gewebequalität verbessert.

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