Auf dieser Basis aufbauend, wird eine
leistungsfähigere Maschinengeneration vorgestellt mit den Schwerpunkten
Erweiterung des Einsatzbereiches, neue Kantenbildeeinrichtungen sowie
Handlingsverbesserung durch Mechanik und Elektronik. Zwei Luft- und
eine Greiferwebmaschine zeigen Schußeintragsleistungen von über 2.000
m/min.Der große Einsatzbereich der DORNIER-Luftwebmaschine wird durch
8 Farben im Schuß, Jacquardausstattungen mit 6.000 und 10.000 Platinen
und, erstmals auch bei Luftwebmaschinen, mit fliegendem Musterwechsel
während des Maschinenlaufes demonstriert.
Die z. Zt. wirtschaftlichste Alternative,
speziell für Tisch- und Bettwäschehersteller, zeigt DORNIER mit einer
erstmals auf einer Messe gezeigten 430 cm breiten Luftwebmaschine,
die eine für einphasige Schußeintragssysteme enorme Schußeintragsleistung
von über 2.500 m/min aufweist und damit besonders in der gezeigten
Jacquardanlage für verkürzte Amortisationszeit sorgt.

Weiter ausgedehnt wurde das Einsatzgebiet
der Luftwebmaschine für Hemdenstoff- und Autositzbezugweber durch
die Tatsache, daß jetzt mit bis zu 20schäftigen, positiv gesteuerten
Schaftmaschinen Tourenzahlen von über 700 Upm erzielt werden. Damit
stellt sie für solche Anwendungsbereiche eine Alternative zu den hochtourigen
und mit hohen Ersatzteilkosten belasteten Bandgreiferwebmaschinen
dar.
Ebenfalls eine Messe-Neuheit ist das
gemeinsam mit der Firma Scholze vorgestellte Megatop-Weaving-System,
eine Kombination von doppelbahniger Luftwebmaschine mit 1.600 mm Kettbaumlagerung
für die wirtschaftliche Herstellung hochwertiger Stapelartikel.
Trotz des Zuwachses an Geschwindigkeit
bei der neuen Generation von DORNIER-Greiferwebmaschinen, konnte die
Schußgarnbelastung auf dem für mechanische Schußeintragsysteme niedrigsten
Stand gehalten werden. Unterstützt wird das durch eine neue, elektronisch
gesteuerte Schußfadenbremse mit integriertem Schußfadenwächter. Durch
den Wegfall von Umlenkstellen, eine verkürzte freie Fadenlänge und
geraden Fadeneinlauf werden unnötige Fadenspannungen abgebaut. Das
wird am Beispiel der Verarbeitung von sehr reißkraftarmen Kaschmirgarnen
im Wechsel mit feinstem Kammgarn auf der Messe dargestellt. Die überlegene
Flexibilität der DORNIER-Greiferwebmaschine durch äußerst schnellen
Wiederanlauf nach Artikelwechsel, ohne langes Experimentieren, selbst
bei Einsatz unterschiedlichster Schußgarne, wird sowohl in Schaft-
wie auch in Jacquardausführung gezeigt.

Um die durch mechanische und elektronische
Verbesserungen erheblich gesteigerten Tourenzahlen der beiden Webmaschinensysteme
auch webtechnisch so umzusetzen, daß dabei Qualität, Personaleinsatz
und Unterhaltskosten unbeeinflußt bleiben, entwickelte DORNIER neue
Aggregate, die die seit 50 Jahren bestehenden Probleme der Kantenbildung
an schützenlosen Webmaschinen definitiv lösen. So wird auf einer Luftwebmaschine
mit über 1.000 Upm ein pneumatischer Einlegeapparat Typ PneumaTucker®
arbeiten, der auf mechanische Teile weitgehend verzichtet und damit
diese hohe Tourenzahl auch für den Praxisfall umsetzbar macht. Ähnlich
verhält es sich bei der neuen Zweifadendrehereinrichtung Disc-O-Leno®,
die durch Verringerung mechanischer Komponenten und Ersatz oszillierender
durch rotierende Bewegungen, Drehzahlen von mehr als 900 Upm speziell
bei Luftwebmaschinen betriebssicher ermöglicht. Die Dreherkanteneinrichtung
EcoLeno® schließlich demonstriert auf Greifer- und Luftwebmaschinen
durch Wegfall der Fangleiste und Recyclingmöglichkeiten des Schußabfalls
beachtliche Einsparungspotentiale.
Vereinfachtes Handling bei Breitenverstellungen
durch neue Kabelführung und bei Artikelwechsel durch automatisches
Einhängen der Schäfte sind weitere Themen, die auf der Messe dargestellt
werden.
Die ausgestellte Frottierwebmaschine
bietet jetzt durch das Zuschalten eines separaten Antriebs die Möglichkeit
mit zwei Polhöhen zu weben. Die auf der Messe hergestellten Handtücher
werden mit pneumatischen Einlegeapparaten Typ PneumaTucker® für Außen-
und Mittenkanten, hergestellt.
In der elektronischen Steuerung der
Greifer- und Luftwebmaschine wurde der bisher nur für die interne
Steuerung der Webmaschine eingesetzte CAN-Bus durch einen externen
CAN-Bus ergänzt. Er bezieht alle Zusatzaggregate der Webmaschine mit
in die Steuer-, Regel- und Kontrollprozesse ein. In Verbindung mit
einem neuen, benutzerfreundlichen Display wird dadurch jetzt sowohl
die umfassende interne wie externe weltweite Kommunikation möglich.
Damit ist die Basis geschaffen für
das auf der Messe erstmals demonstrierte DORNIER Global Communication
Network (DoNet). Lieferzeiten für Ersatzteile werden verkürzt, Ferndiagnose
ermöglicht, Einstellanweisungen und Muster schnell auf die Maschine
heruntergeladen und somit Stillstandszeiten reduziert, die Flexibilität
erhöht und die Gewebequalität verbessert.