Firmenportrait
Lindauer DORNIER GmbH

Vom Flugzeug zur Webmaschine: Ingenieurskunst aus Passion

Die Fertigung von Textilmaschinen, zuerst von Schützenwebmaschinen, war das Ergebnis der Suche des weltweit renommierten Flugzeugbauunternehmens Dornier nach einem neuen Betätigungsfeld nach dem Krieg, da die Alliierten den Flugzeugbau in Deutschland gänzlich verboten hatten.

Die erste Produktionsstätte befand sich in einem ehemaligen durch den Krieg unversehrt gebliebenen Zulieferwerk in Pfronten (Allgäu).

Die Firmierung zur Lindauer DORNIER GmbH wurde 1950 mit dem Umzug in das Stammhaus nach Lindau-Rickenbach vollzogen.

Produziert wurden zunächst Schützenwebmaschinen und Trocknungsanlagen für die Pappe-, Papier- und Baustoffplattenindustrie, die heute für weitere Anwendungen eingesetzt sind. Ergänzend kam später die Produktion von Folienreckanlagen dazu.

Durch die Einführung einer Greiferwebmaschine 1967 konnten die Weichen für den Aufstieg des Unternehmens zum größten deutschen und gleichzeitig international renommierten Webmaschinen-Hersteller gestellt werden. 1989 wurde das Lieferprogramm durch eine Luftdüsenwebmaschine erweitert. Heute erzielt Dornier mit seiner Systemfamilie, bestehend aus Greifer- und Luftwebmaschinen, ca. 70 % des Gesamtumsatzes.

Durch einen patentierten Rundbreithalter setzt das Unternehmen auch im Bereich von Textilausrüstungsmaschinen zur Veredlung von Rundwirkwaren neue Qualitätsmassstäbe.
Im Sondermaschinenbau hat Dornier die Position eines Marktführers für Engineering und Produktion von Anlagen zur Herstellung von Kunststoff-Folien inne.

Die Lindauer DORNIER GmbH exportiert heute mit rund 1200 Mitarbeitern in 3 Werken 90% ihrer Produkte in die ganze Welt.


Die Gründerfamilie Dornier: Vision, Unternehmertum und Pioniergeist

Prof. Dr. Claude Dornier (1884 - 1969)

Trat 1910 in die Dienste des Grafen von Zeppelin und entwickelte als erster Flugzeuge und Flugboote aus Ganzmetall. Legendär der DORNIER-Wal (Jungfernflug 1922), das erfolgreichste Flugboot der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Aufsehenerregend war 1929 die spektakuläre Expedition nach Afrika, Nord- und Südamerika mit der 12-motorigen Do X, dem damals grössten Passagier-flugzeug der Welt.


Peter Dornier (1917 - 2002)


Der zweitälteste Sohn von Professor Claude Dornier und ebenfalls Diplomingenieur trat 1944 als Flugzeugkonstrukteur in das väterliche Unternehmen ein. Er war massgebend beteiligt am Aufbau der deutschen Flugzeugindustrie: unter anderem Erfindung und Entwicklung des Propellerflugzeuges Do 335 wofür er mit dem Preis der Lilienthal-Gesellschaft für Luftfahrt ausgezeichnet wurde, und des senkrecht startenden Strahl-Transportflugzeuges Do 31.
Peter Dornier widmete sich ab 1950 parallel dem Aufbau der Lindauer DORNIER GmbH und übernahm 1985 anlässlich der Mehrheitsbeteiligung der Daimler Benz AG an der Dornier Unternehmensgruppe sämtliche Anteile der DORNIER GmbH.


Peter D. Dornier


Seit dem Jahre 1999 ist der Sohn von Peter Dornier als Sprecher des Vorstandes tätig und seit 2001 als Geschäftsführungsvorsitzender der Lindauer DORNIER GmbH. Als Dipl. Ingenieur trat er 1989 in die väterliche Firma ein. Er zeichnet langjährig verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Entwicklung der Sparte Webmaschinen.




Unternehmensleitung

Geschäftsführungsvorsitzender: Dipl. Ing. (FH) Peter D. Dornier
Spartenleitung Webmaschine: Dipl. Ing. (FH) Michael Ebeling
Spartenleitung Sondermaschine: Dr.-Ing. Andreas Rutz
Kaufmännischer Bereich: Dipl.-Oec. Hans-Jürgen Schmidt